Alpine Gastlichkeit

Zur Abwechslung mal eine Ausschreibung aus der Schweiz, die fantastische Geschichten aus dem Alpenraum sucht - mittendrin ein besonderes Gasthaus.

Gasthäuser im Alpenraum sind mir, Schulreisen und Wandertage sei Dank, nicht fremd, auch wenn das schon ein Weilchen her ist. Darum hat mich die Ausschreibung "Zum Betrunkenen Steinbock" vom Verlag Totechöpfli (auf Hochdeutsch: Totenköpfchen) auch sofort angesprochen. Das klare Bild vor meinen Augen hilft mir auf jeden Fall und erlaubt mir, mich mehr mit der Handlung und den Figuren zu beschäftigen.

Eine erste Idee: Ein*e Reisende*r, vom Weg abgekommen, findet kurz vor Einbruch der Nacht oder in einem Sturm unerwartet das Gasthaus "Zum Betrunkenen Steinbock". Dort gibt es eine warme und trockene Unterkunft, ein prasselndes Feuer im Kamin und gutes sättigendes Essen. Und während seiner Mahlzeit beobachtet der*die Reisende die übrigen Gäste, verwickelt vielleicht auch einige davon in ein Gespräch und erfährt so, welcher Weg sie ins Gasthaus geführt hat.

Da es sich aber um ein besonderes Gasthaus handelt sind vielleicht nicht alle Gäste ohne Magie - oder menschlich. Ich kann mir durchaus fantastische Gestalten vorstellen, die regelmässig ihr Bier im Gasthaus trinken oder ansonsten zusammenkommen, um gesellige Abende miteinander zu verbringen und sich auszutauschen.

Doch vor allem ein Bild drängt sich vor mein geistiges Auge: das einer Frau, die unbeteiligt da sitzt und näht, stumm und konzentriert. Ein ganz bestimmtes Märchen passt meiner Meinung nach gut zu dieser Ausschreibung, doch ich will diesmal nicht zuviel verraten, bis ich mit dem Schreiben angefangen habe und merke, ob meine Idee funktioniert oder nicht.