Das Ende des Biests

Ein Rückblick über die Vielfalt an Schönheit und Liebe.

Mit ein wenig Wehmut im Herzen habe ich vor einigen Tagen die letzte meiner vier Versionen von Die Schöne und das Biest beendet. Es war ein äusserst spannendes und lehrreiches Schreib-Jahr für mich.

Die Kombination aus Himmelsrichtungen und Definitionen von Liebe, die mich auf verschiedene Weise aus meiner Komfortzone herausgeholt hat, hat durchaus interessante Früchte getragen. Die vier aus diesem Ewea Extreme heraus entstandenen Geschichten zeigen alle irgendwie gewisse Abstraktionen in den Figuren, den Orten und der Handlung - tatächlich scheint die vierte Version in Irland hauptsächlich aus abstrakten Elementen zu bestehen. Aber auch die kulturellen Unterschiede, die regionalen und lokalen Besonderheiten, haben mich dazu gezwungen / anregt, auch mal einen erzählerischen Umweg zu gehen und nicht immer die erste Interpretationsmöglichkeit zu nutzen. Das hat mich in mehr als einer Hinsicht darin bestärkt, öfters mal etwas Neues zu wagen und meinen Horizont stetig zu erweitern.

Mein Plan für das diesjährige Ewea Extreme hat sich soweit erfüllt, ich habe weniger Geschichten geschrieben, aber dafür längere. Das hat mir mehr Zeit mit der Entwicklung der Figuren erlaubt und sie so, zumindest meiner Meinung nach, greifbarer gemacht. Auch hatte ich so die Muse, mir zu überlegen, was genau die “Erlösung” für das Biest bedeutet. Ist es eine Rückkehr zum Leben vor der Verwandlung? Oder ist es die Freiheit, sich immer noch verwandelt ein neues Leben aufzubauen?

Wie schon letztes Jahr habe ich nun ganz viel Material in rohen ersten Versionen, bei denen ich noch gehörig Hammer und Meissel ansetzen muss, ehe daraus Kunstwerke werden. Aber es ist ein Anfang und der Weg hierhin war faszinierend, voller unerwarteter Einblicke und niemals langweilig.