Mit etwa zwei Bewohner*innen pro Quadratkilometer ist dieses Land der am dünnsten besiedelte Staat der Welt. Gut 40 % der Bevölkerung leben in der Hauptstadt Ulaanbaatar. Wie schon mit Island und Australien ist es auch mit der Mongolei einfacher, ein “Schloss” irgendwo in der Wildnis anzusiedeln, wo nicht gerade eine grosse Stadt steht oder ein vielgenutzter Transportweg durchführt.
Die Mongolei selbst liegt weitgehend auf einem Hochplateau, das von Gebirgen umrahmt wird. Der karge Boden eignet sich nur selten für den Anbau von Getreide oder Gemüse. Die weiten Grassteppen werden weitgehend von den Nomaden genutzt, die mit ihren Nutztier-Herden von Lager zu Lager ziehen. Ziegen, Schafe, Rinder, Pferde und Kamele liefern viel Fleisch, Milch und Wolle. Ein anderes wichtiges Standbein der Wirtschaft ist der Bergbau, denn die Mongolei ist eines der zehn rohstoffreichsten Länder der Welt. Das Klima und die geologische Lage erschweren den Abbau der Rohstoffe allerdings, zumal dadurch einige Umweltschäden wie verschmutzte Flüsse entstehen, was die Überlebenschancen der Nomaden und ihrer Tiere deutlich verringert. Es ist also ein empfindliches Gleichgewicht, das gehalten werden muss.
Und in diese Landschaft möchte ich nun mein kleines Biest setzen, das von Nomaden gefunden und fortan aufgezogen wird. Auch hier muss ich noch etwas recherchieren, wie sich das darstellen kann, denn mit mongolischer Mythologie und Buddhismus (der Hauptreligion in der Mongolei) kenne ich mir nur bedingt aus. Wie wohl viele Menschen hier im Westen verbinde ich mit der Mongolei als erstes Ghengis Khan und seine Horde, aber ich weiss, da steckt noch deutlich mehr dahinter. Ich freue mich darauf, Neues zu lernen und Einblicke in diese faszinierende Kultur zu gewinnen.
