Kunst war schon immer eine Brücke, die auch ganz ohne Wort auskommt. Ein Kunstwerk vermittelt seine Botschaft unabhängig davon, welche Sprache jemand spricht, woher jemand kommt oder wann jemand das Kunstwerk erlebt.
Wenn es um Gefühlslagen und Stimmungen geht ist meiner Meinung nach keine Kunstrichtung so ausdrucksstark wie Musik. Eine kleine Melodie in Dur hebt unsere Laune, Missklänge bescheren uns eine unangenehme Gänsehaut. Wenige Töne reichen schon, um ein Gefühl klar und deutlich zu kommunizieren.
Natürlich kommt bei Musik oft noch Gesang dazu, der sehr wohl aus Worten besteht. Aber ich muss diese Worte nicht zwingend verstehen, um zu begreifen, dass dem*der Sänger*in eines Liedes das Herz gebrochen wurde. Oder dass der*die Sänger*in eines anderen Liedes sich gerade fühlt, als könnte er*sie Bäume ausreissen und die ganze Welt erobern. Der Ton sagt so viel zur Botschaft aus. Versteh mich nicht falsch, ich kann vermutlich bei hunderten von Liedern mitsingen (sehr zur Freude meines Umfelds tue ich das auch gern), die mich mit ihrem Text berührt haben und mir so in Erinnerung geblieben sind. Aber eine Melodie kann mich genauso fesseln, weshalb ich auch sehr viele Soundtracks höre, selbst wenn ich den zugehörigen Film gar nicht gesehen habe. Und darum reicht auch schon die Titelmelodie respektive ein Leitmotiv eines Films oder einer Serie, um Fans glücklich zu machen.
Beim Schreiben setze ich gern auf Musik, die die Stimmung aufgreift, die ich vermitteln will. Für eine ruhige familiäre Szene zwischen Eltern und Kind kommt vielleicht ein Schlaflied zum Einsatz. Ein Moment voller Sehnsucht bedeutet für mich Geigenklänge, ein Abenteuer eher Trommeln und / oder Gitarren, für einen Krimi nehme ich gerne auch Blechblasinstrumente als Inspiration.
