Einsendung "Bitter klang das Lied der Nacht"

Ein weiterer Beitrag für eine Ausschreibung schwingt sich auf den Hexenbesen und macht sich auf den Weg zum Verlag.

Mein Beitrag für die Ausschreibung für Geschichten von Hexen, Zauberern und Hexenmeistern vom Sperling-Verlag hat mir etwas Kopfzerbrechen bereitet, denn es fiel mir zunächst schwer, Hexen und Zauberer in einen modernen Kontext zu bringen und dennoch nicht ihre Rolle in einem Märchen zu untergraben.

Aber wie angetönt habe ich mich diesmal dafür entschieden, nicht direkt ein Märchen zu erzählen, sondern vielmehr die Vorgeschichte dazu. Meine Wahl ist auf die Geschichte von Jorinde und Joringel gefallen, in dem die Hexe alle jungen Frauen, die sich ihrem Schloss nähern, in Nachtigallen verwandelt und in Käfige sperrt. Im Märchen hat sie bereits 7000 Nachtigallen, was dafür, dass ihr Schloss abgelegen im Wald liegt, eine enorme Zahl ist. Wie viele junge Frauen wandern denn bitte durch diesen Wald? Respektive, wie lange macht die Hexe das schon so? Nachtigallen leben etwa fünf bis acht Jahre, wenn man Google glauben darf, also konnte ich mir nur vorstellen, dass die Hexe da magisch nachgeholfen hat. Und wieso eigentlich ausgerechnet Nachtigallen? Da singen nur die Männchen, die weiblichen Nachtigallen sind stumm.

Diese Fragen habe ich versucht in meiner Geschichte zu klären, aber ob es mir gelungen ist kann ich nicht sagen, das entscheidet der Sperling-Verlag. Ich bin gespannt auf die Entscheidung und werde dich hier wieder informieren, wenn ich mehr weiss.