Mein Beitrag für die Ausschreibung "Sagenhaftes - Alte Sagen neu erzählt" des Papierfresserchen Verlags behandelt Gräfin Idda von Toggenburg, die durch ein unglückliches Missverständnis beinahe ihr Leben verliert und durch ihre Frömmigkeit aus der Not erettet wird.
Wie schon erwähnt wollte ich eine Sage aus meiner Heimat nacherzählen und dies war die erste, die mir einfiel. Auf Nachfragen in meiner lokalen Bekanntschaft haben mir die meisten Leute bestätigt, dass sie die Sage natürlich kennen, auch wenn sie vielleicht nicht mehr ganz alle Einzelheiten im Kopf haben. Diese Beliebtheit hat mich darin bestärkt, diese Sage mit Leser*innen ausserhalb meiner Region zu teilen.
Es gab tatsächlich im Mittelalter eine Frau Ida, die einen Grafen von Toggenburg geheiratet hat. Ihre Geschichte aber ist vermutlich nicht ganz so verlaufen wie die Sage. Soweit ich herausfinden konnte wurde die Sage und der Kult um die Heilige Idda im Kloster Fischingen begründet, in dessen Nähe sie der Sage nach ihre Klause hatte und wo sie später begraben wurde.
Die Alt-Toggenburg oberhalb von Gähwil auf dem Iddaberg, die heute nur noch eine Ruine ist, beherbergt auch den Wallfahrtsort St. Iddaburg mit einer Grotte für stille Gebete und gelegentlich auch kurze Andachten. Ich war selbst auch schon dort, aber es ist lange her und meine Erinnerung ist trübe geworden. Leider habe ich es bisher noch nicht geschafft, die Burg erneut zu besuchen.
