Schon seit meiner Kindheit finde ich Island faszinierend und es steht weit oben auf meiner Wunsch-Reiseliste.
Die so gegensätzlichen Elemente Feuer und Eis haben das Land fest im Griff, denn Vulkane und Gletscher machen einen guten Teil der Landmasse aus. Aber das heisst nicht, dass Island völlig karg ist. Vulkanasche ist ein guter Dünger, es gibt also durchaus auch viel Grün. Das erlaubt die grossen Schaf- und Pferdeherden, die durch Islands Weiten ziehen, teilweise halb wild, bis sie wieder eingetrieben werden.
Die Pferde an sich sind natürlich ein weiterer Reizfaktor für mich, denn auf dem Pferderücken durch die Landschaft zu fliegen ist ein fantastisches Gefühl. Und Islandpferde beherrschen nebst den üblichen drei Gangarten oft noch ein oder zwei weitere. Tölt ist relativ schnell und sehr bequem für Reiter, da sich der Rücken des Pferdes kaum bewegt. Anders hingegen ist Rennpass, der, wie du vielleicht erahnen kannst, sehr schnell ist und daher gern für Pferderennen genutzt wird.
Ein Nebeneffekt der extremen Elemente sind die vielen heissen Quellen, mit denen Island regelrecht überzogen ist. Die angenehme Wärme ist schon ein Pluspunkt, aber die Mineralien im Wasser sind auch sehr pflegend für die Haut, weshalb der Wellness-Tourismus in Island ziemlich gut läuft.
Island ist aber auch ein sehr dünn besiedeltes Land. Etwa 94 % der Bevölkerung lebt in Städten, etwa 60 % allein in der Metropolregion der Hauptstadt Reykjavik. Das bedeutet, dass viele Landstriche menschenleer sind. Es gibt also mehr als genug Platz, um ein verzaubertes “Schloss” unterzubringen, in dem ein “Prinz” auf die Erlösung von seinem Fluch wartet. Von allen Punkten kommt mir tatsächlich dieser am meisten entgegen, denn heutzutage, wo alles auf Karten und von Satelliten erfasst ist, sind einsame Orte nicht mehr so zahlreich, wie sie es zur Zeit waren, in der viele Märchen entstanden.
