Das Märchen “La Belle et la Bête” stammt aus Frankreich und wird mit zwei Schriftstellerinnen verbunden, nämlich Gabrielle-Suzanne de Villeneuve und Jeanne-Marie Leprince de Beaumont.
Die Geschichte aber von der Schönen, die sich in ein Biest verliebt, nachdem sie aus Gründen in sein Haus einzieht, ist schon sehr alt. Wenn man Wikipedia glauben darf, dann eventuell sogar bis zu 6000 Jahre alt. Auch die Sage von Eros und Psyche enthält ähnliche Motive und Handlungsbögen. Mit so einer langen Existenz ist es nur wenig verwunderlich, dass es zahlreiche Märchen auf der ganzen Welt gibt, die eine ähnliche Geschichte erzählen.
Für das diesjährige Ewea Extreme habe ich mir vorgenommen, vier Varianten von der Schönen und dem Biest zu schreiben. Das sind zwar weniger Geschichten als letztes Jahr, aber ich plane dafür, sie länger zu machen, da ich nun mehr Zeit für die einzelnen Geschichten aufwenden kann. Ein Grundgedanke dazu war es, die Liebe, die das Biest von seinem Fluch erlöst, etwas genauer zu untersuchen. Es ist in den (meisten) Märchen die romantische Liebe der Schönen, die den Prinzen zurückverwandelt. Doch es gibt deutlich mehr Arten von Liebe, das wissen wir nicht erst seit “Frozen” oder “Maleficent”. Die Griechen haben sogar unterschiedliche Worte für die verschiedenen Arten definiert. Und eben aus dieser Auswahl möchte ich mich bedienen, um meine vier Varianten zu schreiben. Freundschaftliche Liebe und familiäre Liebe werden in den Vordergrund rücken.
Um mich auch weiterhin aus meiner Komfortzone herauszuwagen und zu erkunden, wie verschiedene Kulturen Schönheit definieren, gibt es auch dieses Jahr ein zusätzliches Thema: die vier Himmelsrichtungen. Nach Norden, Osten, Süden und Westen will ich meine Kreativität ausstrecken und dabei nicht nur neue Erkenntnisse schöpfen, sondern auch die eine oder andere wertvolle Lektion lernen.
Ich freue mich, wenn du mich bei diesem Experiment begleitest.
