Ich bin vor mittlerweile zwei Jahren auf die Dauer-Ausschreibung "Love Death Fairytales" des Alea Libris Verlags gestossen, bei der es gilt, eine Geschichte basierend auf drei Märchen-Symbolen zu erzählen. Jede angenommene Geschichte wird als eBook veröffentlicht, bei genügend Geschichten gibt es dann auch einen gedruckten Sammelband. Letzten September habe ich grossartig erzählt, dass ich eine meiner Kurzgeschichten innerhalb der nächsten zwölf Monate dort einreichen werde.
Und nun bin ich hier und muss einmal mehr zugeben, dass ich es immer noch nicht hingekriegt habe.
Die drei Symbole, die ich mir zufällig ausgesucht habe, sind Hexe, Krippe und Flöte. Ich habe wirklich versucht, daraus etwas aufzubauen, und ich habe auch ein grobes Handlungsgerüst und ein paar Charaktere. Aber sie lösen in mir keine Freude aus, der Funke zündet nicht. Es ist zum Mäusemelken, ehrlich.
Natürlich könnte ich etwas Halbherziges zusammenschustern, das eventuell dann als mehr oder wenig runde Geschichte durchgeht. Aber erstens möchte ich einen anständigen ersten Eindruck bei einem neuen Verlag machen (man weiss ja nie) und zweitens, sollte meine Kurzgeschichte angenommen werden, möchte ich nicht, dass die erste Veröffentlichung unter meinem eigenen Namen eine Geschichte ist, für die ich mich schon bei der Einsendung fast schäme.
Das läuft im Moment: Die ursprüngliche Geschichten-Idee ist nicht ganz weg vom Fenster, aber sie liegt relativ weit unten in der Schublade. Ich habe die 18 möglichen Märchen-Symbole bei mir notiert und schaue immer wieder mal drüber, schreibe Gedanken dazu auf und lasse sie ein wenig keimen. Ausserdem gehe ich meine schon geschriebenen Geschichten durch und prüfe, ob sich einige davon mit einem Symbol-Trio decken.
Wenigstens etwas habe ich im letzten Jahr hinbekommmen: Ich habe alle bisherigen Kurzgeschichten der “Love Death Fairytales” Reihe gekauft und teilweise auch schon gelesen, um zu sehen, auf welche Weise respektive wie stark die bereits angenommenen Autor*innen ihre gewählten Symbole eingebunden haben. Ein bisschen Marktforschung muss manchmal sein und ist generell keine schlechte Idee, um einen Verlag und sein Programm besser kennenzulernen.
Ich mache keine Versprechen mehr, wie es mit dieser Odyssee weitergeht, ausser, dass ich hier auf jeden Fall berichten werde, wenn sich etwas tut.
