Seelenverwandt

"Kein festeres Band der Freundschaft als gemeinsame Pläne und gleiche Wünsche", hat schon Cicero gesagt.

Daher bin ich auch unendlich dankbar, dass eine kleine aber ausserordentlich feine Handvoll Freund*innen schon seit vielen Jahren mit mir durchs Leben geht. Wir sind uns vielleicht nicht immer in allem einig und haben oft verschiedene Ansichten, aber das hindert uns nicht daran, grundsätzlich auf den gleichen Wellenlängen zu surfen. Wir können stundenlang über Bücher, Filme, Fernsehserien, Games, Musik etc. quatschen, ohne je ins Stocken zu kommen, denn Geschichten aller Art sowie das Erzählen an sich sind ein grosser Bestandteil unseres Lebens.

Das zeigt sich entsprechend besonders stark, wenn wir unsere eigene Kreativität ausleben. Auch hier arbeiten wir mit unterschiedlichen Medien in allerlei Genres und Stilrichtungen, aber ich weiss, dass ich jederzeit bei allen Personen in unserer Freundesgruppe ein Feedback erfragen darf und es kurz über lang auch erhalte. Selbst dann, wenn mein Werk nicht gerade zu den Vorlieben einer Person gehört – tatsächlich sind das oft die besonders hilfreichen Feedbacks, wenn jemand von ausserhalb das Ganze beurteilt. Und andersherum halte ich es natürlich ebenso.

Viele meiner Geschichten, sowohl innerhalb von Projekt “Ewea” als auch sonst, gäbe es heute gar nicht ohne meine Freund*innen, oder zumindest nicht in der aktuellen Fassung. Sie hören sich meine Ideen an, geben Ratschläge, weisen auf Logik-Fehler und Schreibfehler hin (was haben wir darüber schon gelacht!), feiern meine Erfolge und muntern mich auf, wenn es halt mal nicht so läuft, wie ich es mir erhofft hatte. Nicht selten ermutigen sie mich auch, etwas Neues zu versuchen oder ein Element einzubauen, zu dem ich bisher wenig Bezug habe. Mein gelgentlicher Exkurs ins Horror-Genre zum Beispiel ist den Rückmeldungen eines Freundes geschuldet, der mich seit meinem ersten Versuch in diese Richtung immer wieder ermutigt. Dass es beim diesjährigen Ewea Extreme um Die Schöne und das Biest in den vier Himmelsrichtungen geht, hat ebenfalls einer meiner Freunde angeregt, der immer gute Ideen für übergreifende Motive und Themes hat, da er nie das grosse Bild aus den Augen verliert. Und last but definitiv not least prüfen meine Freund*innen die Charakternamen für viele meiner Geschichten, denn ich habe damit in der Vergangenheit schon das eine oder andere Mal Gefühle von Verwirrung bis Rage ausgelöst. Was soll ich sagen, ich lese viel Fantasy und historische Romane, ungewöhnliche respektive ähnliche Namen erschüttern mich nicht mehr so schnell.

“Herzlichen Dank” sind Worte, die nichts kosten, vor allem Freund*innen gegenüber nicht – alles Liebe zum Tag der Freundschaft, meine Besten, ihr wisst, wer ihr seid.